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Geschichtsunterricht mit Schwert und Sporthose

Lausitzer Rundschau vom 08.06.2011

Auf seinem weißen Umhang ist auf Brusthöhe eine Streitaxt zu sehen. „Das ist cool“, sagt er.

Die 52 Schüler der Lubolzer Schule mit dem Förderschwerpunkt „geistige Entwicklung“ haben sich drei Wochen mit dem Mittelalter befasst. Das Ergebnis sieht so aus: In der Turnhalle stehen Ritterburgen, die Schüler sind mit Schwertern und Äxten bewaffnet, im Lubolzer Wald wird nach Schätzen gesucht, es wird ritterlich getanzt, Schmalzstullen werden gemampft, Tongeschirr wird hergestellt und die Schulleiterin heißt plötzlich: Edeljungfrau Britta zu Theile. In einem märchenhaften Gewand steht das Schuloberhaupt vor ihren ritterlich gekleideten Schülern auf dem Sportplatzrasen. Für den sportlichen Wettkampf mit anderen Schulen der Region sowie der Partnerschule aus Wolszytn erinnert sie an die Tugenden. Fleiß, Tapferkeit, Fairness und Höflichkeit erwartet sie von ihrer jungen Ritterschaft. „Wer sich nicht daran hält, landet im Hungerturm“, droht Britta zu Theile.

An der ersten Station fliegen sofort Steine durch die Luft. Bei näherem Hinsehen entpuppen sich diese Weitwurfgeräte jedoch als mit grauer Farbe angemalte Fuß -und Medizinbälle. „Alles aufnehmen. Wir könnten unterwegs überfallen werden“, ruft die Sonderpädagogin Barbara Wulff. Beim Werfen hatten die Schulritter ihre Bewaffnung auf dem Rasen abgelegt. Wehrhaft geht es weiter zu den nächsten Stationen. Bogenschießen, Büchsenwerfen, Ritterburgen aus Schaumstoff bauen, Galgenkegeln. Als Glücksritter entpuppen sich Franz (7) und Lukas (8). Beide halten eine Karte in den Händen. Das Symbol darauf müssen sie in einem riesigen Kartenhaufen wiederfinden. Ein Griff genügt beiden, um beim Memoryspiel sofort ihr Symbol zu finden.

Der Memorystand wird unter anderem von Julia Ender und Valeria Penser betreut. Die Zwölftklässlerinnen aus dem Lübbener Gymnasium belegen dort den Pädagogikkurs. Sie suchen den Kontakt zu den Förderschülern. Erst kürzlich hatten sie im Unterricht das Thema: „Leben unter erschwerten Bedingungen“ behandelt. Die Schülerinnen sagen: „Wir erhoffen uns ein besseres Verständnis“.

M. Klinkmüller