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Gutachten empfiehlt Fernwärme

Beim Thema Fernwärme schlagen die Emotionen hoch. Die Stadt- und Überlandwerke (SÜW) als Befürworter einerseits, die Wohnungsgenossenschaften als Kritiker andererseits scheinen sich unversöhnlich gegenüberzustehen. Ein Gutachten soll Klarheit und Ruhe in die Überlegungen bringen. Am Montagabend ist
es vorgestellt worden.

Das Gutachten kommt zum Schluss, dass Teile der Lübbener Innenstadt auch weiterhin mit Fernwärme versorgt werden sollten. Wirtschaftlich sei damit ein niedriger Wärmepreis möglich. Ökologisch bringe es einen geringeren CO-Ausstoß mit sich. Rechtlich erfülle die Fernwärme gesetzliche Vorgaben.

In der Umsetzung empfiehlt das Gutachten weiter, dass in den nächsten zwei bis fünf Jahren die Leitungen erneuert werden sollten. Zudem sollen die Heizhäuser mit Blockheizkraftwerken ausgerüstet werden. Und drittens sollte ein alternativer Brennstoff gefunden werden.

Das Gutachten unterstützt damit die Position der SÜW, deren Geschäftsführer Detlef Günther sich schon früh für Erneuerung und Ausbau des Fernwärmenetzes stark gemacht hatte. Hintergrund ist, dass Teile der Lübbener Fernwärmetrassen 40 Jahre alt sind und ohnehin erneuert werden müssten. Außerdem sollen, das regt auch der
Gesetzgeber an, Alternativen zur Verbrennung von fossilen Energieträgern wie Erdgas gefunden werden.

Gegen den Fernwärme-Ausbau hatte sich vor allem die Gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft Lübben (GWG) positioniert. Jürgen Busch und Nicole Jaegers vom Vorstand befürchteten, dass die Nebenkosten für ihre Mieter steigen. Zu dem jetzt vorgestellten Gutachten wollen sie sich vorerst nicht äußern, „weil wir als Beteiligter Dritter zum jetzigen Zeitpunkt keine verlässlichen Aussagen treffen können“, so Busch.

Detlef Günther bleibt dabei, dass die Wohnungsgesellschaften Investitionen in eine eigene Wärmeversorgung sparen würden, die ja dann die SÜW übernähme. Das hätte aus seiner Sicht Auswirkungen auf die Kaltmiete. Rund fünf Millionen Euro würde die SÜW ihm zufolge in Leitungen und Heizhäuser investieren.

Abzuwarten bleibt, ob die Stadtverwaltungsspitze unter Bürgermeister Lothar Bretterbauer (CDU) zum Thema Stellung bezieht. Nächste Gelegenheit wäre am morgigen Donnerstag, 16.30 Uhr, zur Stadtverordnetenversammlung im Rathaus.

Zum Thema:
Info zum ThemaDie Firma BLS Energieplan aus Berlin als Gutachterin hat unter anderem errechnet, dass die Megawattstunde Wärme so, wie sie zurzeit erzeugt wird, 1,01 Euro je Quadratmeter Wohnung und Monat kostet. Würde sie im erneuerten Fernwärmenetz mit Bioerdgas erzeugt und transportiert, wären es demnach 80 Cent je Quadratmeter und Monat. Würden die Wohnungsgesellschaften ihre Mieter über eigene Kessel und Erdgas versorgen, wären es 88 Cent.